Endlevel

Veröffentlicht am 7. März 2023 um 06:49

"Gestatten: Endlevel" so zivilisiert stellt sich die 2011 gegründete Fünf Mann Combo aus Balingen im Schwabenland auf ihrer Webseite vor. So gediegen geht es bei der Band aber nicht immer zu. Auch wenn Schwaben den Ruf haben geizig zu sein, ist das bei "Endlevel" nicht der Fall … hier wird rausgeballert was geht! Thrash und Death sind die Güter, mit denen die Powercrew Kai Bez (Bass), Jonas Frey (Schlagzeug), Ken Ratheiser (Gitarre und Gesang), Robin Willkommen (Gitarre) und Robin Richard (Gesang) nun seit 2011 wild um sich wirft. Harte und schnelle Gitarrenriffs, Shouts und Growls, die einen nach dem nächsten Bier dürsten lassen. Bei dem fetten Sound ist es, egal wo man gerade ist, richtig schwer seinen Kopf ruhig auf den Schultern zu halten. Was den Jungs aber dabei zugutekommt ist, dass es bei ihren Konzerten genauso abgeht wie es soll. "Endlevel" können aber nicht nur laut und hart, ihre  Texte gehen von Partysongs bis zu tiefgründigen Antikriegshymnen. Das Album "Time to Kill", das 2017 erschienen ist und die zwei erschienen Singles "Unleash War" und "Hangover from Hell" sowie das zweite Album "Weekend War" … mit dem sie sich 5 Jahre Zeit gelassen haben, bieten sie ein Repertoire, mit hohem Suchtpotential, das sich gewaschen hat. Ob die Jungs an ihrer Musik wohl genauso viel Spaß haben wie wir Zuhörer … das beantwortet uns Robin Reich hier ...

 

Mb: Wie ist die Band damals zustande gekommen?

R: Jones und Ken kennen sich schon seit der Schule und haben 2011 angefangen zusammen Mucke zu machen und nach Musikern gesucht, um die Band voll zu bekommen. Bis wir 5 aber so zusammengekommen sind, gab es einige Besetzungswechsel. 2015 sind Robin und ich beigetreten und 2018 dann Kai.

 

Mb: Eure Musik ist vollgepackt und powergeladen. Wie schafft ihr es auf Tour dieses Tempo täglich durchzuhalten?

R: Bloß nicht nüchtern werden! Spaß beiseite, wir haben einfach unheimlich Freude daran, In dem Moment in dem wir auf der Bühne stehen, ist das für uns nicht Anstrengung, sondern Belohnung.

 

Mb: Das Repertoire, das ihr in euren Texten bietet, geht von Partysongs bis zu ernsthaften Themen. Warum dieser Spagat?

R: Ambivalenz ist der rote Faden, der durch das ganze Endlevel-Schema läuft. Death-Thrash, Krieg-Bier, Growls-Thrashshouts. Eben diese Ambivalenz zwischen Weekend (Party, Bier, Spaß) und War (Elend, Leid, Tod) finde ich so spannend, weil sie das Leben unheimlich gut widerspiegelt.

 

Mb: Warum habt ihr mit eurem zweiten Album 5 Jahre gewartet? Hat sich in dieser Zeit in Sachen Songwriting etwas für euch verändert?

R: Da kam tatsächlich einiges zusammen. Einerseits wurde von einer gewissen Pandemie der Pause-Knopf gedrückt. Da waren wir mit den Aufnahmen bereits durch. Dann wurde durch einen tragischen Todesfall die Arbeit von unserem Label "Violent Creek" drastisch erschwert. Bis da wieder Normalität eingekehrt war, ist nochmal einige Zeit vergangen. Und schwupp, waren es 5 Jahre.

Ja klar, wir haben schon nach dem halben Jahr Corona Pause gemerkt, wie sich von uns auch jeder persönlich weiterentwickelt hat. Stehenbleiben tut ja niemand, und genau so ist das mit dem Songwriting. Man lernt immer, bestimmte Sachen auf eine neue Art anzugehen.

 

Wo seht ihr euch selbst in zehn Jahren?

R: Ich hoffe ja schwer, dass wir bis dahin wenigstens mal auf dem Wacken waren, haha! Spaß beiseite, wir wollen einfach nur live spielen, eine gute Zeit haben, das eine oder andere Bierchen zischen und zusammen Erinnerungen schaffen. Natürlich, je größer die Bühne, desto besser. Aber das Publikum kann auch in einem 200-Personen Saal absolut der Wahnsinn sein.

 

Mb: Ihr seid ja in den letzten Jahren ziemlich herumgekommen. Gibt es ein Ereignis bei euren Reisen, das ihr nie vergessen werdet?

R: Als wir mal zu später Stunde nach Nizza gekommen sind, ist ein gewisses Bandmitglied auf einmal betrunken und nackt im Ozean geschwommen. Im Oktober ... Nachts ... Denkwürdig!

 

Mb: Was wolltet ihr schon immer mal loswerden?

R: Danke an jeden, der uns in irgendeiner Weise supportet hat oder noch wird! Außer du trinkst Radler. Des isch nix.

 

Da Radlertrinker meinen Blog generell nicht verfolgen, geht das an euch alle raus. Den für den langen Weg nach Wacken braucht der Metaller etwas Anständiges zu trinken, wenn die Jungs dort die Bühne zerlegen werden. Aber auch wenn es ihnen nicht gelingen sollte dort auftreten zu können, bleiben sie für mich trotzdem unter den ganz Großen. Wie der Name "Endlevel" schon sagt ... sind sie zu hart gönn dir ein Radler und hör Kuschelrock.

In diesem Sinne

Cheerz

Der Baer🤘🏻🐻🤘🏻

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