:UGN: - Madrelingua

Veröffentlicht am 24. November 2023 um 19:14

Wir alle haben eine Muttersprache und die, die jeder von uns Metalheads versteht, ist die Musik. Bei meinen Stöbereien durch diese unendlichen Weiten, bin ich auf das Soloprojekt von Eugen Klammsteiner gestoßen. Es trägt den Namen :UGN: und die erste Veröffentlichung des Multitalents nennt sich „Madrelingua“, was übersetzt eben Muttersprache heißt. Schöner düsterer Darkrock der einem das Blut in den Adern gefrieren lässt. Fünf dunkelromantische Tracks, in denen man sich sofort zu Hause fühlt. Um das Projekt jedoch auch gesanglich verwirklichen zu können, hat sich :UGN: talentierte Sänger aus befreundeten Bands ins Boot geholt. Scharmien Zandi (CADÛ) sie hat auch die Lyrics zu dem fünften Track „Enigma“ geschrieben, aber auch Benni Mimler (Slothmachine) und Andreas Kaucic (Aitvaras) aus der Wiener und Tiroler Musikszene. Aber nicht nur die verschiedenen Sänger verleihen jedem einzelnen Song seinen eigenen Charakter, auch der Sound von jedem Song ist sehr individuell. Das macht das Hören zu einer spannenden Reise durch eine mystische Welt. Was natürlich auch seinen Beitrag dazu leisten wird ist, dass die Stücke „übrig gebliebene“ Songs sind, die :UGN: in den Bands, in denen er sonst noch tätig ist, geschrieben hat. Das soll aber nichts über die Qualität der Tracks heißen. Ganz im Gegenteil … man findet im ersten Track „Necromante“ eher harte, schnelle, ja ich will fast sagen thrashige Riffs wieder, und das motiviert zum Mitfeiern. Beim zweiten Track „In the Abyss of my Dreams“ geht es zwar ruhiger, aber nicht weniger kraftvoll zur Sache. Die basslastigen, schweren Riffs, die durch eine akustische Gitarre etwas aufgelockert werden, schaffen eine Atmosphäre, die einen in die düsteren Träume von :UGN: einbettet und nicht mehr loslässt. Genauso powergeladen geht es bei Track 3 „Mephistopheles“ instrumental zur Sache. Track 4 „Bagatelle“ ist jedoch alles andere als nicht der Rede wert. Ein schönes progressives Stück, das einen zu Track 5 trägt. Bagatelle ist sicher keiner der wichtigen Songs auf dieser EP und doch nicht unerheblich für das gesamte Konzept. „Enigma“ der fünfte Titel ist dann das große Finale. Einige Gesangseinlagen erinnern etwas an indianische Rituale und untermalen das mystische Konzept von „Madrelingua“. Eine nicht ganz alltägliche Veröffentlichung, aber das wollte :UGN: damit sicher auch nicht bezwecken.


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