Ich bin heute über ein ganz besonderes Album gestolpert, eine echte Perle aus der österreichischen Metal Szene. Der Zeitpunkt dieses Releases am 19. Dezember hätte wohl nicht besser gewählt sein können. Auch ein Metaler Herz wird um diese Jahreszeit oft melancholisch und hier ist der perfekte Soundtrack dazu: Absinthe & Opium von River's Silhouette.
Es hat sich echt bezahlt gemacht all den Künstlern aus der heimischen Szene zu folgen, in die ich auch nur mal kurz reingehört habe. Beim Durchscrollen der Neuheiten habe ich dieses Schmuckstück entdeckt und mich hat bereits das Intro gepackt, das sich so wunderbar langsam, melodisch und intensiv gefühlvoll aufbaut.
Doch mit dem Titelsong bricht dann ich möchte fast sagen die Hölle los. Hier entfaltet die Band ihr wahres Potenzial ohne jemals das Melodische zu verlieren. Ein interessanter Punkt ist der Gesang: Auch wenn er für meine Ohren nicht immer ganz passgenau sitzt, macht genau das diesen gewissen Charme der Musik aus. Vielleicht ist diese anfängliche Unstimmigkeit auch Absicht, um eine gewisse Zerbrechlichkeit darzustellen, denn von Track zu Track nimmt die Bandbreite der Sängerin spürbar zu.
Allein beim Durchlesen der Tracklist mit Titeln wie Winter Pine, Hangman’s Call oder dem mythologischen Lethe bekommt man Gänsehaut. Die Musik hält, was die Namen versprechen. Besonders cool sind die progressiven Nuancen, die mich teilweise an einen Film von Quentin Tarantino erinnern und den sonst bittersüßen Sound richtig auffrischen. Aber auch die Oldschool Fans kommen nicht zu kurz, da man zweistimmige Gitarrenriffs nach klassischer Heavy Metal Art hier nicht vergeblich sucht.
Was ich an dem Album besonders schätze: Jeder Song bekommt die Zeit, die er braucht, um sich richtig zu entfalten. Abgesehen vom Intro und wenn man die Ballade Stalker Part 1 und Part 2 als eine Einheit rechnet, läuft kein Titel unter 5 Minuten. Es gibt kein hektisches Geschreddere, sondern ein angenehmes Dahinfließen ohne dass es jemals eintönig oder langweilig wird.
Mein Fazit
Absinthe & Opium ist ein atmosphärisches Schwergewicht, das genau die richtige Balance zwischen Melancholie und Härte findet. Es ist ein Album, das zum Eintauchen einlädt und der österreichischen Szene alle Ehre macht. Ein echtes Muss für die dunkle Jahreszeit.
Bewertung: 8.5 / 10
Der Kritikpunkt: Der kleine Abzug in der B Note erfolgt aufgrund der anfänglichen gesanglichen Unsicherheiten. Auch wenn sie zur emotionalen Authentizität beitragen, könnten sie beim ersten Hören etwas irritieren, bevor man die volle stimmliche Entwicklung im Laufe des Albums zu schätzen lernt.
Spotify:
https://open.spotify.com/album/3CongFf3y6HVk4XMmI1gWK?si=9qbJyYbvRP-PoK42C4Tmpg
In diesem Sinne
Cheerz
Der Baer 🤘🏻🐻🤘🏻
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