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Perfektionismus, Arschlöcher, DMs aus der Hölle.

Mir wird mittlerweile immer öfter die Frage gestellt, wie lange es mich dieses Mal überhaupt gibt. Genau deshalb ist es an der Zeit für diesen Text – einen kleinen Einblick in meine Metal-Welt, weit abseits der üblichen Reviews. Ich möchte euch zeigen, wie sich mein Alltag als Metalbaer wirklich anfühlt und was eigentlich hinter diesem Projekt steckt.

​Seit ich denken kann, bin ich mit Leib und Seele Metal-Fan. Doch irgendwann war es mir einfach nicht mehr genug, nur vor der Bühne zu stehen, CDs zu sammeln oder mir Musikvideos reinzuziehen, denn ich verspürte den starken Drang, selbst aktiv zu werden. Zwar war ich zu dieser Zeit bereits im Rock Inn e. V. engagiert, aber tief drinnen sehnte ich mich nach etwas komplett Eigenem – einem Projekt, in das ich unzensiert mein ganzes Herzblut stecken konnte. Aus diesem Gedanken heraus reifte die Idee für einen Blog, ein passender Name war schnell gefunden, und so erblickte der Metalbaer schließlich das Licht der Welt.

​Dass ich das Ganze seither bereits zweimal pausieren musste, ist kein Geheimnis, weshalb ich eure skeptischen Fragen absolut nachvollziehen kann. Beim ersten Mal hat mich schlichtweg mein eigener Perfektionismus in die Knie gezwungen. Ich redete mir ein, unbedingt drei makellose Posts pro Woche abliefern zu müssen, was letztlich in einer puren Überforderung endete. Hätte ich damals nicht die Reißleine gezogen, wäre ich geradewegs in ein Burnout geschlittert. Erschwerend kam hinzu, dass nicht nur meine Arbeit für den Rock Inn e. V. ins Schleifen geriet, sondern auch mein Privatleben massiv unter dem Druck litt – ein Preis, den ich schlichtweg nicht länger verantworten konnte und wollte. Ich hatte eigentlich schon den Schlussstrich gezogen, bis ich plötzlich diese 200 ungelesenen DMs von euch entdeckte. Diese Nachrichten haben mich regelrecht zurückgeholt, denn mir wurde schlagartig klar, dass ohne den Metalbaer einfach ein gewaltiges Stück in meinem Leben fehlt.

​Mit frischer Energie und dem festen Vorsatz, es beim zweiten Anlauf gesünder anzugehen, legte ich wieder los, doch diesmal waren es gewisse Bands und Labels, die mir nach und nach jegliche Motivation aussaugten. Da waren Truppen, die offensichtlich nur auf Kohle und Ruhm aus waren und deren Musik man die fehlende Leidenschaft schon beim ersten Riff anhörte. Obwohl ich sie mit meiner Arbeit völlig gratis unterstützte, sahen sie das als absolute Selbstverständlichkeit an, brachten mir null Wertschätzung entgegen und hatten stattdessen immer nur etwas zu meckern. Um das ganz klarzustellen: Ich spreche hier nicht von konstruktiver Kritik. Wer sachlich an mich herantritt, weil etwas nicht passt, trifft bei mir immer auf offene Ohren, denn damit kann und will ich arbeiten. Was mir da aber teilweise entgegenschlug, waren schlichtweg unprofessionelle Meinungen bis hin zu handfesten Beschimpfungen. Den absoluten Tiefpunkt bescherte mir schließlich ein Label, das mich persönlich angriff, nur weil mir deren sterile Business-Abläufe und irgendwelche Katalognummern kein Begriff waren. Ich stand damals noch ganz am Anfang, aber wenn ich ehrlich bin: Diese Nummern interessieren mich bis heute nicht im Geringsten. Ich bin nun mal kein Zahlenmensch, sondern agiere rein aus der Emotion heraus. Meine Reviews schreibe ich mit dem Herzen und beurteile die Musik danach, wie sie sich anfühlt. Dieser geballte Frust und die fehlende Menschlichkeit in der Zusammenarbeit führten letztendlich zu meiner zweiten Pause.

​Trotz all dieser Rückschläge bin ich noch hier – und das verdanke ich euch. Ein riesiges Dankeschön geht an meine Supporter der ersten Stunde und an all die echten Bands, die meine Arbeit schätzen, mich feiern und immer wieder bedingungslos unterstützen. Um niemanden zu vergessen, nenne ich heute ganz bewusst keine einzelnen Namen, aber ich bin mir sicher, dass genau die Richtigen wissen, dass sie gemeint sind. Euer Zuspruch ist das Fundament dieses Blogs und der Grund, warum Metalbaer ein festes Projekt bleibt. Ich mache weiter – aus vollster Überzeugung für euch und für unseren alpinen Untergrund.

In diesem Sinne 

Cheerz

Der Baer🤘🏼🐻🤘🏼

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