Der Zufall hat mir wieder mal ein geniales Werk der österreichischen Metal Zeitgeschichte zugespielt.
Wir sprechen hier von der EP MMXXIV der Vorarlberger Band Trencher. Die Formation, die im Raum Dornbirn und Bregenzerwald verwurzelt ist, entstand im Jahr 2021 aus der Asche bekannter lokaler Szenegrößen wie The Sorrow und Machine Gun Horror. Was die vier Musiker Tobi Schedler an den Vocals, Martin Simma an der Gitarre, Hansi Schmallegger am Bass und Gabriel Bals an den Drums abgeliefert haben, ist ein absolutes musikalisches Beben. Gemischt wurde das Ganze extrem druckvoll von Markus Matzinger.
Wenn man diese Platte auflegt, spürt man sofort, dass es hier um viel mehr geht als nur um laute Instrumente. MMXXIV fühlt sich an wie ein purer emotionaler Befreiungsschlag. Es ist ein ungefilterter Ausbruch von aufgestauter Wut, tiefer Frustration und dem Schmerz über den Zustand unserer modernen Welt. Die Musik verzichtet auf kompliziertes Geplänkel und trifft einen direkt in die Magengrube. Wenn die drückenden Gitarrenwände und der verzweifelte, wütende Gesang über einen hereinbrechen, spürt man förmlich die brennende Leidenschaft und den Schweiß eines kleinen, überhitzten Clubs. Die Lieder packen einen sofort am Kragen, rütteln einen gnadenlos durch und lassen einen erst nach dem letzten dröhnenden Ton wieder richtig atmen.
Aus jedem Song spricht eine glasklare, tief berührende Botschaft. Wacht auf und seht hin! Es ist ein lauter Aufschrei gegen die Ohnmacht, gegen die Zerstörung unserer Erde und gegen eine Gesellschaft, die sich immer mehr in der digitalen Kälte verliert. Trencher vertonen dieses drückende Gefühl der Machtlosigkeit und verwandeln es in pure, treibende Energie. Die Musik gibt einem das Gefühl, dass man mit seinen Sorgen nicht alleine ist, und macht Mut, den eigenen Frust einfach mal laut herauszuschreien.
Der Klang der Aufnahmen ist dabei unglaublich kraftvoll, was diese beklemmende, aber gleichzeitig extrem mitreißende Atmosphäre nur noch intensiver macht.
Bewertung: 9 von 10 Punkten
Fazit:
Trencher liefern mit MMXXIV ein zutiefst ehrliches, ungeschöntes und enorm wuchtiges Stück Musik ab. Die Band schafft es meisterhaft, unbändige Kraft mit tiefer emotionaler Wut zu verbinden. Ein Release, das einen vollkommen einnimmt, tief berührt und noch sehr lange nachklingt. Einen kleinen Punkt Abzug gibt es nur aus einem einzigen Grund: Dieses Werk ist so intensiv und fesselnd, dass es gefühlt viel zu schnell vorbei ist. Man wird komplett in diesen emotionalen Strudel hineingesogen, fiebert mit, und plötzlich herrscht Stille. Man bleibt mit einem gewaltigen Hunger nach mehr zurück und wünscht sich sehnlichst ein richtig langes, volles Album der Band, um noch länger in dieser Energie bleiben zu können.
In diesem Sinne
Cheerz
Der Baer 🤘🏻🐻🤘🏻
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