Neu geboren aus dem Portal: Die Saarländer Thrasher melden sich wuchtig zurück!
Band: Godslave
Album: Godslave
Release: 11.09.2026
Genre: Thrash Metal
Label: Metalville Records
Formate: CD Digipak, Vinyl, Digital
Herkunft: Saarbrücken, Deutschland
Einleitung & Artwork
Auf die Jungs von Godslave bin ich durch ihr absolut genial herausstechendes Albumcover aufmerksam geworden. Hinter so einem Artwork konnte sich schließlich nur eine Platte verstecken, die genau in mein Beuteschema passt. Gestaltet von Seeming Watcher, ist das Cover genauso druckvoll und intensiv wie das musikalische Material selbst: Fünf in Kutten gehüllte Gestalten beschwören vor einem lodernden Hintergrund an einem steinernen Altar eine massive, von Narben gezeichnete Kreatur aus einem leuchtend grünen Portal. Das visualisiert für mich perfekt den harten Kampf der vergangenen Jahre, den die sympathischen Saarbrücker ausfechten mussten. Und wie man unüberhörbar feststellt: Sie sind als Sieger hervorgegangen!
Musikalischer Stil & Atmosphäre
Musikalisch liefern die Jungs exakt das, was ein echtes Thrasher-Herz auf Touren bringt. Bereits der treibende Opener „Reset, Rebuild, Reclaim“ gibt kompromisslos die Marschroute vor. Ein direkter Vergleich innerhalb der deutschen Thrash-Szene fällt schwer – müsste ich mich zwingend festlegen, fiele wohl der Name Sodom, wobei Godslave ihren Sound deutlich melodischer, facettenreicher und eingängiger gestalten. Wer hier nur nach stumpfem Geschredder sucht, übersieht die packenden Riffs und die epische Dynamik. Die Platte transportiert eine geballte Ladung positiver Aggressivität. Ein echtes Highlight ist zudem das Gastfeature von Laura Guldemond (Burning Witches), die im Track „The Road Not Taken“ fantastische Akzente setzt. Um das Werk nicht bloß als Kollektiv abzufeiern möchte ich den Song „Future in Motion“ hervorheben. Er sprüht vor mitreißender Energie und wirkt wie ein unmissverständliches Zukunftsversprechen der Band.
Thematik & Texte
Zugegeben! Ich habe die Band erst mit diesem Release für mich entdeckt (Schande über mein Haupt, die Diskografie wird schleunigst nachgeholt)! Dennoch spürt man ab der ersten Sekunde, dass dieses Album nach Befreiungsschlag und überwundenen Hürden klingt. Man nimmt der Band jede Note und jedes Wort ab – hier regiert pure Spielfreude. Inhaltlich dreht sich vieles um Zusammenhalt, Wiederaufstehen und die bewusste Neuerfindung. Stücke wie „Part Of The Pack“ oder „The Sum Of All Wounds“ bringen diese Botschaft absolut authentisch auf den Punkt. Godslave paaren knüppelharte Thrash-Kanten mit einer ehrlichen, lebensbejahenden Attitüde – genau dieser Spirit tut der Szene verdammt gut.
Sound & Produktion
Eingespielt und produziert in den bewährten Su2 Studios in Dillingen von Phil Hillen und Manuel Zewe, feuert das Album mit mächtiger Durchschlagskraft aus den Speakern. Der Mix balanciert Brutalität und Transparenz ideal aus: Die Rhythmusfraktion walzt präzise nach vorne, während Leadgitarren und Vocals exakt den Raum bekommen, den sie für ihre Hooks brauchen. Ein moderner, druckvoller Anstrich, der dem Spirit des Albums in jeder Sekunde gerecht wird.
Fazit
Ein starkes, mitreißendes Werk, das die Haare kreisen lässt. Stillsitzen bleibt hier ein Ding der Unmöglichkeit! Man könnte das Album leichtfertig als bloßen Genre-Tipp abheften, doch dank der hymnischen Gitarrenarbeit und der erstklassigen Dynamik werden weit mehr als nur beinharte Oldschool-Thrasher bedingungslos abgeholt. Punktabzüge gibt es keine: Die Scheibe hat mich von Durchlauf eins an gepackt. Da lasse ich mich nicht lumpen und zücke das offizielle Bärenstark-Siegel!
Meine Wertung: 10 / 10 Punkte
In diesem Sinne
Cheerz
Der
Baer 🤘🐻🤘
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